Wheaten Vagabond


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Standard der ISCWT

Rassestandard

F.C.I. - Standard Nr. 40/20.03.1998/D

Irish Soft Coated Wheaten Terrier



URSPRUNG: Irland

VERWENDUNG: Weizenfarbene Terrier wurde stets von den Kleinbauern gebraucht, um Raubzeug zu töten oder um bei der Arbeit auf dem Hof mitzuhelfen. Über eine lange Zeit wurden sie bei der schwierigen Aufgabe, Dachse und Otter zu jagen, eingesetzt.

KLASSIFIKATION F.C.I.: Gruppe 3 Terrier
Sektion 1 Hochläufige Terrier
Ohne Arbeitsprüfung


KURZER GESCHICHTLICHER ÜBERBLICK: Die Geschichte des Irischen Soft Coated Wheaten Terriers ist aufgrund ihrer engen Verbindung zu der der anderen irischen Terrier Rassen nicht eindeutig zu erhellen. Vermutlich ist der Wheaten die älteste der vier Rassen. Seine mindestens 200 Jahre währende Existenz ist durch schriftliche Hinweise auf weichhaarige ("soft-coated") Hunde belegt.
Die Verwandtschaft des modernen Irish Terriers zum Wheaten scheint, obwohl in der Literatur nur wenige Hinweise diesbezüglich zu finden sind, doch das Ergebnis wohlüberlegter Zuchtexperimente zu sein. So sind die Vorfahren des gewöhnlichen Wheaten Terriers vermutlich ziemlich gemischt.
Trotz seiner langen Geschichte wurde der Soft Coated Wheaten Terrier erst in den 30er Jahren vom Irischen Kennel Club offiziell anerkannt. Seitdem ist die Rasse in ihrer Beliebtheit stetig gewachsen; sie ist in England und in den USA weitverbreitet und auch in anderen Ländern wohlbekannt.

ALLGEMEINES ERSCHEINUNGSBILD: Ein harter, aktiver Hund mit kurzer Lendenpartie, der gut gebaut ist und den Eindruck von Kraft vermittelt, weder zu hochläufig noch zu tief am Boden stehend.

VERHALTEN/ CHARAKTER (WESEN): Temperamentvoll und entschlossen, gutmütig, seinem Besitzer höchst zugetan und ergeben. Sehr intelligent. Ein vertrauenswürdiger, treue Freund, zur Verteidigung bereit, jedoch frei von Aggressivität.

KOPF: Ingesamt kräftig, aber nicht grob. Lang, in gutem Verhältnis zum Körper.

OBERKOPF:
Schädel: Flach und glatt zwischen den Ohren, nicht zu breit.
Stop: Ausgeprägt.


GESICHTSSCHÄDEL:
Nase: Schwarz, gut ausgebildet.
Fang: Vorgesicht nicht länger als Schädel.
Kiefer/Zähne: Kräftig, zum zupacken geeignet. Zähne groß, regelmässig; Scheren- oder Zangengebiß, weder vor- noch rückbeissend.
Backen: Knochen nicht vorstehend.
Augen: Dunkel, dunkelhaselnußbraun, nicht zu groß, nicht vorstehend, gut platziert.
Ohren: Klein bis mittelgroß, nach vorn fallend getragen, wobei die obere Kante mit dem Schädel eine Linie bildet. Eine dunkle Schattierung des Haars direkt auf der Ohrfläche ist erlaubt und wird oft von heller gefärbtem Deckhaar überlagert. Rosen- oder Flattenohren sind fehlerhaft.

HALS: Mäßig lang und kräftig, ohne lose Kehlhaut.

KÖRPER: Kompakt, nicht zu lang.
Rücken: Rückenlinie eben
Lendenpartie: Kurz, kräftig
Brust: Tief, gut aufgerippt.

RUTE: Gut angesetzt nicht zu dick, hoch getragen.

GLIEDMASSEN:

VORDERHAND: Vorderläufe aus jeder Blickrichtung vollkommen gerade, gute Knochenstärke und Muskulatur.
Schultern: Klar umrissen, gut zurückliegend, muskulös.

HINTERHAND: Gut entwickelt mit kräftigen Muskeln.
Oberschenkel: Kräftig, muskulös.
Kniegelenke: Gewinkelt.
Sprunggelenke: Tiefstehend, weder nach innen noch nach außen gedreht. Afterkrallen müssen an den Hinterläufen entfernt werden.

PFOTEN: Klein, nicht gespreizt. Krallen vorzugsweise schwarz, abweichende Farben sind jedoch erlaubt.

GANGWERK: Geradlinige Fortbewegung vorn und hinten, beim Weggehen und Kommen. Ellenbogen eng anliegend. Vor der Seite gesehen ist die Bewegung frei, mühelos und harmonisch.

HAARKLEID:

HAAR: Fühlt sich in der Textur weich und seidig an, nicht harsch. Junge Hunde sind von dieser Forderung ausgeschlossen. Trimmen ist erlaubt.

Getrimmte Hunde: Das Haarkleid wird an Körper und Hals, Brust und Schädel kurz; über den Augen und unter dem Kiefer wird es besonders lang belassen, wobei die Bartbildung gefördert wird.
Reiche Befederund an der Läufen. Die Körperbehaarung wird den äußeren Konturen des Hundes folgend getrimmt. Die Rute wird kurz, in einer sauberen Spitze endend, getrimmt.

Ungetrimmte Hunde: Das Haarkleid darf eine Länge von 5 inches (12,7cm) nicht überschreiten. Es ist reichlich und weich, wellig oder offen gelockt. (Haarfülle darf nicht als Länge interpretiert werden!). Unter keinen Umständen sollte das Haar wie das eines Pudels oder Old Sheepdogs vom Körper abstehen. Hunde, die in einer solches Haarkondition gezeigt werden, sollten im Wettbewerb hart bestraft werden, da sie einen falschen Eindruck von Typ und Rasse vermitteln. Besondere Aufmerksamkeit ist der Entwicklung des Welpenhaars zu schenken. Welpen werden selten mit dem korrekten Haarkleid eines erwachsenen Hundes geboren, was bei der Bewertung dieses Punktes sorgfältig beachtet werden sollte. Sie durchlaufen mehrere Wechsel von Farbe und Textur, ehe sie das Erwachsenenhaarkleid entwickeln. Dies geschieht gewöhnlich im Alter zwischen 18 Monaten und 2 ½ Jahren.

Welpen: Werden dem Typ entsprechend geboren. Sie kommen rötlich, gräulich und manchmal rein weizenfarben zur Welt. Die Masken sind im allgemeinen schwarz. Manchmal zeigen sich ein schwarzen Streifen entlang der Rückenmitte oder schwarze Spitzen am Körperhaar. Diese dunklen Markierungen verschwinden mit dem Heranwachsen. Reines Schwarz ist in keinem Alter erlaubt mit Ausnahme am Fang, wo es allmählich aufhellt, und auf den Ohren, wie oben erwähnt(s."Ohren").

FARBE: Jede Schattierung von heller Weizenfarbe bis hin zu rotgoldener Färbung.

GRÖSSE UND GEWICHT:
Schulterhöhe: Rüden 18 - 19 Inches (46 - 48 cm). Hündinnen etwas weniger.
Gewicht: Rüden 35-40 Ibs.(15,75 - 18,00 kg). Hündinnen etwas weniger.

FEHLER: Jede Abweichung von den vorgenannten Punkten muß als Fehler angesehen werden, dessen Bewertung in genauem Verhältnis zum Grad der Abweichung stehen sollte.
- Nase von irgendwelcher Farbe außer schwarz.
- Vor- und Rückbiß.
- Haarkleid eines erwachsenen Hundes nicht von heller Weizenfarbe.
- Nervosität, Bösartigkeit.

AUSSCHLIESSENDE FEHLER:
- Gelbe Augen.
- Haar glanzlos, dick, von wollener oder baumwollener Beschaffenheit.
- Weisses Haarkleid, braunes Haarkleid.

ANMERKUNG: Rüden müssen zwei offensichtlich normal entwickelte Hoden aufweisen, die sich vollständig im Hodensack befinden.

ÜBERSETZUNG: M. Möller-Sieber / Elke Peper





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